Zu einer Marathonpartie entwickelte sich das Bundesliga-Aufeinandertreffen zwischen Sokol Wien und dem VCA Amstetten am Samstagabend in der gut gefüllten Wiener Posthalle. In einem verrückten Spiel setzten sich schlussendlich die Niederösterreicher mit dem zwölften (!) Matchball durch und bezwangen die Wiener mit 25:17, 22:25, 19:25, 25:16 und 24:22. Zwischendurch wurde die Partie aufgrund eines defekten Netzes für knapp 20 Minuten unterbrochen, am Ende standen 2:18 Stunden Spielzeit auf der Uhr.

Amstetten fand deutlich besser ins Spiel und konnten früh im ersten Satz für klare Verhältnisse sorgen. Die Wiener erholten sich von dem Satzverlust aber schnell, holten sich den umkämpften zweiten Satz und sorgten daraufhin selbst überraschend deutlich für die 2:1-Satzführung und den ersten Punkt.

In Satz vier übernahm Amstetten wieder die Kontrolle, die Niederösterreicher erzwangen einen entscheidenden fünften Satz. In diesem ging es hin und her, ehe die Wiener beim Stand von 11:14 drei Matchbälle abwehrten. Beim Stand von 12:14 wurde das Netz aufgrund einer emotionalen Situation beschädigt und musste ausgetauscht werden, weshalb die Partie für knapp 20 Minuten unterbrochen wurde. Dominik Duchac wurde in diesem Zuge mit Gelb-Rot hinausgestellt.

Nach der Unterbrechung konnten die Wiener einen Matchball nach dem anderen souverän abwehren, schlussendlich blieb Amstetten jedoch nervenstärker und entschied das Spiel mit dem 12. Matchball für sich.

Das Spiel in voller Länge als Re-Live

Mittelblocker Aaron Reiss: „Es war ein gutes Spiel von beiden Mannschaften, wir sind sehr motiviert aufgetreten. Leider ist das Spiel schlussendlich zugunsten Amstettens ausgegangen. Es gibt uns Mut, dass wir in der entscheidenden Phase elf Matchbälle abgewehrt haben. Wir können mit unserer Leistung zufrieden sein.“

Aufspieler Lukas Florian: „Die Schlussphase war eine extrem stressige Situation. Amstetten hat am Ende gezeigt, dass sie etwas nervenstärker waren. Die Energie der Schlussphase wollen wir gerne in die nächsten Spiele mitnehmen, bei den abgewehrten Matchbällen haben wir unser bestes Volleyball gezeigt.“

Austrian Volley League Men – 7. Spieltag Grunddurchgang
TJ Sokol/Post SV Wien – VCA Amstetten NÖ     2:3 (17:25, 25:22, 25:19, 16:25, 22:24)

Nächstes Spiel: 8. Spieltag Grunddurchgang
TSV Raiffeisen Hartberg – TJ Sokol V/Post SV     Wien Montag,. 1. November, 16:00 Uhr

Fotocredit: Lorenz Ecker